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Sustainable Energy for Remote Radio Towers in Algeria (20.10.2011)
Fair und partnerschaftlich, Gothaer Journal (6/2011)
Water Purification - Malaysian-German Chamber of Commerce & Industry (3/4 2011)
SV - Stefan Hilleke präsentiert bei CDU-Veranstaltung das mobile Kraftwerk. Einfache Handhabung. Wasseraufbereitung. Weltweit besteht Interesse (21.05.2011)
Von Susanne Riedl

Neuenrade - Die autarke, also völlig eigenständige Versorgung mit Strom und sauberem Wasser ist in den Weiten Afrikas oder Katastrophengebieten mitunter überlebensnotwendig. Strom und Wasser wird auch bei Konzerten oder anderen Großveranstaltungen benötigt.
Am Donnerstag stellte der Unternehmer Stefan Hilleke auf dem Gelände der Firma Schürmann & Hilleke in Küntrop der Öffentlichkeit einen Container vor, der wie ein unabhängiges Kleinkraftwerk funktioniert. Weil das System modular aufgebaut ist, kann der so genannte "Power&Life Container" allen erdenklichen Anforderungen entsprechend angepasst werden. Im Container befindet sich eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von bis zu 4,7 Kilowatt. Zudem ist eine Windkraftanlage impliziert, die in der Lage ist, weitere fünf kW zu leisten. In Verbindung mit einem effektiven Batteriesystem ist es möglich, Strom zu erzeugen und ihn auch zu speichern. Es besteht zudem die Möglichkeit, das System durch einen Dieselgenerator völlig unabhängig von den regenerativen Energien Wind oder Sonne zu betreiben.
Stefan Hilleke informierte die interessierten Besucher im Rahmen der CDU-Veranstaltungsreihe "Umweltpolitik" ausführlich über den "Power&Life-Container" und dessen mögliche Einsatzgebiete. Das über die Firma SaEnergy Systems vertriebene Produkt stößt weltweit auf Interesse. In diesem Jahr sollen noch drei Container nach Indien, Afrika und in die USA verschifft werden. Das Neuenrader Unternehmen Schürmann & Hilleke sei neben der Entwicklung vor allem mit der Endmontage betraut, erklärte Stefan Hilleke.
Neben der Versorgung mit Strom sei die Versorgung mit sauberem Wasser von elementarer Bedeutung. Bis zu 10800 Liter Wasser pro Stunde könne das ebenfalls lieferbare Wasseraufbereitungsmodul filtern. Dabei würden Verunreinigungen ebenso wie Krankheitserreger aus dem Wasser gefiltert.
Stefan Hilleke hob bei dieser Gelegenheit auch die einfache Handhabung der Module hervor. Mühelos könnten zwei Personen den Container in Betrieb nehmen, weil kein Modul mehr als 75 Kilogramm wiegen würde.
Umweltpolitik steht weltweit ebenso im Fokus wie kommunal. Dementsprechend zufrieden waren die Neuenrader Christdemokraten mit der Auftaktveranstaltung in Küntrop.
Veranstaltungsauftakt mit dem Power&Life Container (09.05.2011)
"Power&Life Container": Regenerativ und dezentral (23.08.2010)
Strom aus "Power&Life Container" (23.07.2010)
Power&Life Container – regenerative Energie an jedem Ort: Prototyp des mobilen Mini-Kraftwerks feiert auf dem MLOVE ConFestival Premiere (23.06.2010)
(PA) Berlin, 23. Juni 2010: Leistungsstark, vielfältig einsetzbar und mobil – der Power&Life Container setzt neue Maßstäbe im Bereich der Energieversorgung. Nach drei Jahren Entwicklungszeit präsentiert die SaEnergy Systems GmbH (SaE) den Prototypen ihres mobilen Minikraftwerks im Rahmen des MLOVE ConFestivals auf Schloss Beesenstedt nahe Halle an der Saale. Vom 23. bis 25. Juni 2010 können die Besucher der Veranstaltung nicht nur das zukunftsweisende Energiesystem besichtigen, sondern sich die einzelnen Komponenten direkt von den Entwicklern vor Ort erklären lassen.
"Noch immer ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie die Energieversorgung nicht in allen Ländern dieser Welt gesichert", sagt Klaus Naderer, Geschäftsführer der SaE. "Mit dem Power&Life Container präsentieren wir nun eine finanzierbare Lösung, die diese Situation maßgeblich verbessert." Einen 20ft-Standardcontainer als Transport- und Ankermedium nutzend, wurde ein modular aufgebautes, sonnen- und windkraftbasiertes Energiesystem installiert. Neben der Energieerzeugung über das Windkraftwerk und die Photovoltaik-anlage, beide schnell und unkompliziert am bzw. neben dem Container zu installieren, wird auf Kundenwunsch auch eine kompakte Wasseraufbereitungsanlage integriert. Gesteuert wird das gesamte System über einen Energie-managementtool, das unter anderem überschüssige Energie in den ebenfalls eingebauten Batteriespeicher abführt, so dass bei Bedarf auf diese zugegriffen werden kann. Um die Einsatzmöglichkeiten des Containers zu erhöhen, kann die Steuerung wahlweise vor Ort, aber auch aus tausenden Kilometern Entfernung kontrolliert werden.
Genutzt werden kann das mobile Minikraftwerk überall dort, wo Bedarf an dezentraler Energie besteht. Das können die afrikanische Savanne oder eine asiatische Tropeninsel sein, aber auch Krisenregionen, in denen die Energieversorgung sowie die Bereitstellung von Trinkwasser zusammengebrochen sind. "Neben diesen Einsatzmöglichkeiten ist Energie auch in der Mobile-Branche ein grundlegender Faktor", so Klaus Naderer. "Das war für uns ausschlaggebend, unseren Container auf der MLOVE erstmals der Öffentlichkeit und vor allem möglichen Adressaten zu präsentieren." Auf dem Festival treffen rund 200 internationale Experten der Mobile-Branche zusammen, die über die Möglichkeiten mobiler Anwendungen diskutieren. Austragungsort der MLOVE ist Schloss Beesenstedt. Der Prototyp des Power&Life Containers wird alle drei Festivaltage zu besichtigen sein. Interessierte können außerdem vor Ort direkt mit Mitarbeitern der SaE und den Entwicklern des Containers in Kontakt treten.

Jms-Prismenglasmodule im mobilen Minikraftwerk "Power&Life Container" (15.04.2010)
Nach drei Jahren Entwicklungs- und Planungsphase durch das Neuenrader Unternehmen Schürmann & Hilleke bzw. fünf weiteren mittelständischen Unternehmen, wurde nun der Prototyp des Power & Life Containers präsentiert: ein regeneratives und dezentrales System, das weltweit seinesgleichen sucht. Außer der Energieerzeugung über das Windkraftwerk und nach Wunsch die Möglichkeit der Integration einer Wasseraufbereitungsanlage, verfügt der Container über eine jms-Photovoltaikanlage mit Prismenglasmodulen.
Die Systemsteuerung des Power & Life Containers erfolgt über ein Energiemanagementtool, dass überschüssige Energie in einen integrierten Batteriespeicher abführt, auf diesen bei Bedarf zugegriffen werden kann. Die Steuerung kann vor Ort, aber auch aus vielen tausend Kilometern Entfernung kontrolliert werden, was die Einsatzmöglichkeiten des Power & Life Containers erheblich erhöhen.
Besonders geeignet ist das Minikraftwerk zum Beispiel auch an Orten, an denen Bedarf an dezentraler Energie besteht. Somit eignet sich der Power&Life Container auch zum Einsatz an abgelegenen Orten, von tropischen Inseln, Gebirgen, Wüsten bis hin zu Krisenregionen, in denen die Energieversorgung sowie die Bereitstellung von Trinkwasser zusammengebrochen ist. Möglich ist dies unter anderem durch eine Beschwerung: Rund 2,8 Tonnen Sand verpackt in Säcken sorgen für einen sicheren Stand. Durch Wind und Sonne könnten jährlich durchschnittlich rund 25 000 Kilowattstunden sauberer Strom erzeugt werden. Dies reicht nach aktuellen Berechnungen zum Beispiel für ein afrikanisches Dorf mit 20 Häusern.
Das spezielle Glas des Photovoltaikmoduls von jms erzielt vor allem auch bei ungünstiger Ausrichtung und schräger Sonneneinstrahlung einen erheblichen Mehrertrag von bis zu 20%. Im Unterschied zu anderen Antireflexgläsern verfügt das Modul über eine glatte, nicht poröse Mikrostruktur der Glasoberfläche. Zudem lässt das anliegende, doppelt abgeschrägte Rahmenprofil Schmutz und Schnee schnell abrutschen, was gerade bei Einsatz des Containers in z.B. Krisenregionen wichtig ist, wo keine regelmäßige Wartung und Reinigung möglich ist. Der hochstabile Profilrahmen und 4mm Glas halten auch höchsten Belastungen und hohen Windlasten problemlos stand und ermöglicht somit dem Minikraftwerk eine globale Einsetzung.
"Das Angebot richtet sich vor allem auch an Entwicklungsländer, den Katastrophenschutz und an Mobilfunkanbieter, die in Flächenstaaten einen Masten installieren wollen", sagte Klaus Naderer von der Firma SaEnergy, die maßgeblich bei der Entwicklung beteiligt war. Das System wird nun weltweit angeboten und Interessenten gebe es bereits von Indien bis in die USA.
Energie aus dem Container (02.10.2009)
Mehrere Unternehmen haben Stationen entwickelt, die auch entlegene Gebiete mit Strom versorgen können.
von Wiebke Schmidt
September 2009
Etwa 1,6 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu Elektrizität. Vor allem die Landbevölkerung ist betroffen, denn in vielen Entwicklungsländern fehlt das Geld, um die Gebiete jenseits der großen Städte an das Stromnetz anzuschließen. Wer hier lebt, muss seinen Energiebedarf auf irgendeine Art selbst decken. Eine Möglichkeit, um Strom dezentral in den Dörfern zu erzeugen, sind Energiecontainer. Der Clou dieser Systeme: Sie setzen nicht auf eine einzige Energiequelle, sondern greifen auf Windkraft, Sonnenenergie und fossile Brennstoffe zurück. Die Technik zur Steuerung des Systems und zur Energiespeicherung wird in einem gängigen Frachtcontainer untergebracht. So können die Mini-Kraftwerke relativ einfach per Schiff oder Lkw an den Zielort gebracht werden.
In der jüngsten Zeit sind verschiedene neue Varianten der Container-Systeme auf den Markt gekommen. Das Leipziger Unternehmen Terracon hat seine Entwicklung im vergangenen Jahr auf einer Energiemesse vorgestellt. Der Container ist das technische Herz der Anlage, daneben wird eine Photovoltaik-Anlage aufgestellt, und in etwa 20 Meter Höhe über dem Dach dreht sich ein Windrad. Als weitere Komponente ist ein Dieselmotor enthalten, der an regnerischen und windstillen Tagen einspringt, damit die Menschen eine Notstromversorgung haben. Im Container steckt eine Batterie als Energiepuffer, damit verbundene Steuer- und Überwachungssysteme und ein Wechselrichter. Der Container garantiert eine Spitzenleistung von zehn Kilowatt und eine Dauerleistung von 5 Kilowatt. Das Unternehmen kann sich den Einsatz der mobilen Steckdose nicht nur in Entwicklungsländern, sondern auch in Europa vorstellen: beispielsweise für den Betrieb von Wetterstationen oder Mobilfunkmasten.
Die Firma SAEnergy Systems aus Berlin tüftelt gerade an einer ähnlichen Entwicklung. 2010 soll sie auf den Markt kommen und in ihrer ersten Version ebenfalls eine Wind- und eine Sonnenkraftanlage, einen Speicher sowie einen Dieselmotor umfassen. "Das System wird aber ständig weiter entwickelt", sagt Geschäftsführer Klaus Naderer. So plant das Unternehmen beispielsweise, eine Dampfmaschine einzubauen; zudem soll der Container in einer späteren Variante auch eine Technik enthalten, mit der man Trinkwasser aufbereiten kann. Das kleine Kraftwerk bringt es je nach Auslegung auf eine Leistung von zehn bis 35 Kilowatt. Bereits zehn Kilowatt reichen nach Angaben Naderers, um ein Dorf mit bis zu 200 Einwohnern mit Strom zu versorgen. Angesichts der Tatsache, dass diese Leistung hierzulande ausreicht, um den Energiebedarf von zwei Vier-Personen-Haushalten zu decken, scheint die Berechnung optimistisch. "Das ist natürlich eine Basisversorgung", erklärt Naderer. "Man kann etwas kochen, abends das Licht anschalten, ein paar Stunden fernsehen." Mitteleuropäische Maßstäbe, was Komfort und Energiebedarf betrifft, dürfe man nicht anlegen. Um herauszufinden, wie hoch der Strombedarf vor Ort tatsächlich ist und was den Menschen wichtig ist, führt das Unternehmen Gespräche in den verschiedensten Ecken der Welt: In West-, Zentral- und Südafrika, dem Nahen Osten und Asien. "Die Bedürfnisse sind ganz unterschiedlich. In Bangladesch ist Trinkwasser ein großes Problem, die Beduinen im Nahen Osten dagegen wollen abends mal fernsehen und vielleicht einen Kühlschrank anschließen", erzählt Naderer.
Das Entwickler-Team des Unternehmens ist bunt gemischt. Die Mitarbeiter kommen aus verschiedenen Ländern, sind zwischen 24 und 78 Jahren alt und bringen unterschiedlichste Erfahrungen ein. Einer der Ingenieure beispielsweise war mehr als 20 Jahre bei der russischen Armee angestellt und dort im Bereich Militärhubschrauber tätig. Nun kann er seine aerodynamischen Kenntnisse bei der Weiterentwicklung der Windkraftkomponenten des Containers einsetzen. Bereits im Einsatz ist ein Energiecontainer, den die Firma Solartec aus dem luxemburgischen Blaschette federführend entwickelt hat. Die Kombination aus Photovoltaik-Anlage und integriertem Blockheizkraftwerk versorgt das 1.500-Einwohner-Dorf Nyakaigha in Tansania mit Strom. Das Heizkraftwerk läuft mit Diesel oder Pflanzenöl und springt an, wenn die Wetterlage zu schlecht ist, um Sonnenenergie zu gewinnen. "Die Grundversorgung ist damit sichergestellt, aber vor Ort ist ein richtiges Energiemanagement nötig", sagt Marianne Schnell von der Firma Solartec. So müssten sich beispielsweise sechs Häuser einen Stromanschluss teilen. Es kann nicht jeder Haushalt einen Kühlschrank anschließen, die Dorfbewohner müssen sich absprechen und Haushaltsgeräte gemeinsam nutzen. Sie glaubt trotz dieser Einschränkungen, dass viele Menschen in den Entwicklungsländern noch lange auf solche dezentralen Anlagen angewiesen sein werden. "Man kann nicht davon ausgehen, dass diese Staaten in den nächsten 50 Jahren das Geld haben, um flächendeckend auch in entlegene Gebiete Leitungen zu legen." Die Nachfrage für den Energiecontainer der Firma ist da: Der nächste geht nach Ruanda, und es gibt weitere Anfragen aus Togo, Tansania und Uganda.
Dezentrale Lösungen, da ist sich SAEnergy Systems-Geschäftsführer Naderer sicher, sind aber nicht nur in Entwicklungsländern zukunftsträchtig. Auch in den ländlichen Regionen Deutschlands seien sie in vielen Fällen wirtschaftlicher als der Anschluss an das zentrale Netz. Beispielsweise müssten ständig Leitungen erneuert werden, weil der Stromverbrauch immer weiter gestiegen ist – heute verbrauchen deutsche Haushalte vier Mal so viel Strom wie noch zu Beginn der 50er-Jahre. "Auf dem Land ist die Instandhaltung des Netzes eine Riesenaufgabe. Für Häuser, die etwas abseits liegen, kann es deshalb viel günstiger sein, den Strom dezentral zu produzieren", sagt er. Der Unternehmer wohnt im Süden von Hamburg und wird bald ganz persönliche Erfahrungen in Sachen autarker Energieversorgung sammeln: Ein Testcontainer wird auf seinem Grundstück stehen.






